Die Pfälzer Hüttentour ist ein sehr schöner und abwechslungsreicher, jedoch auch anspruchsvoller Premium-Rundwanderweg mit 18,4 Kilometern und rund 660 Höhenmetern. Er ist wie gemacht für alle, die die Pfalz in ihrer ganzen Bandbreite erleben wollen: erst durch die Reblandschaften, dann hinein in den
Pfälzerwald, immer wieder belohnt mit Weitblicken. Fünf Hütten laden unterwegs zum Einkehren ein. Dass die Tour bei der Wahl zu „Deutschlands schönster Wanderweg 2026“ in der Kategorie Tagestouren Rang fünf erreicht hat, überrascht spätestens nach dem ersten Panorama nicht mehr.
Los geht’s am Wanderparkplatz Albersweiler – St. Johann. Von dort führt die gelbe Markierung mit Hütte über die Schloßstraße durch die Weinberge Richtung Frankweiler – mit einem frühen Höhepunkt: der Ringelsberghütte, deren Terrasse den Blick weit über die Südliche Weinstraße schweifen lässt. Danach taucht der Weg ins Hainbachtal ab und steigt Richtung Gleisweiler wieder an Vorbei am Sanatorium geht es zum Luitpoldplatz und weiter hinauf
zur St.-Anna-Kapelle oberhalb von Burrweiler – ein stiller, besonderer Ort, direkt nebenan wartet schon die St.-Anna-Hütte.
Nach kurzer Zeit ist die Trifelsblick-Hütte erreicht – der Name ist Programm. Über Dreimärker wandert man weiter zur Landauer Hütte und schließlich zum Star der Runde: dem Orensfelsen Von hier oben öffnet sich eines der schönsten Panoramen der Region – ein atemberaubender Blick über das Queichtal, der
die Anstrengung mit einem Schlag vergoldet. Danach führt der Weg entspannt bergab, vorbei am Naturfreundehaus Kiesbuckel zurück Richtung St. Johann.
Wer es etwas kürzer mag, kann alternativ die nördliche oder südliche Hüttentour wählen: Beide Varianten sind etwa elf bis zwölf Kilometer lang und besuchen jeweils drei der fünf Hütten – perfekt für einen etwas kompakteren Genusstag. Und falls der Wanderparkplatz St. Johann voll sein sollte, bieten sich Parkmöglichkeiten in Albersweiler an, zum Beispiel am Pfarrer-Hamm-Platz oder an der Löwensteinhalle. Einstiege sind außerdem auch in Frankweiler (Wanderpark-
platz) sowie in Gleisweiler und Burrweiler möglich.
Text: Katja Bauroth