Wenn am Morgen die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume fallen und sich das leise Rufen exotischer Tiere mit dem Lachen staunender Kinder mischt, erwacht der Zoo Landau zum Leben.

Der Zoo Landau ist weit mehr als ein Ort, an dem Menschen Tiere beobachten können. Er schafft Nähe zur Natur, lässt Kinder staunen, Erwachsene innehalten und macht Artenschutz greifbar. Zwischen Gehegen, Vogelrufen und grünen Wegen wird deutlich, dass ein Zoo heute nicht nur Ausflugsziel, sondern auch ein Ort der Verantwortung ist. Er verbindet Erlebnisse mit Wissen, Emotionen mit Engagement und die Faszination für Tiere mit der Frage, wie ihre Zukunft gesichert werden kann.

Der größte und lauteste Bewohner

Sudan-Gepard im Zoo Landau
Sudan-Gepard im Zoo Landau © Zoo Landau

Zum 31. Dezember 2025 lebten im Zoo 1.204 Tiere aus 113 Arten. Diese Vielfalt beeindruckt durch ihre Zahl und ihre Gegensätze. Das größte Tier ist das Dromedar mit 500 bis 600 Kilogramm, das kleinste der Rosenkäfer mit etwa einem Gramm. Der schnellste Bewohner ist der Sudan-Gepard, der in der Wildbahn bis zu 100 Stundenkilometer erreicht. Das langsamste Tier ist die Anemone, die an einem festen Platz lebt. Der lauteste Bewohner ist der Ara mit Rufen von bis zu 120 Dezibel, während die Gibbons mit ihrem Duettgesang als beste Sänger gelten.

Hinter diesen Fakten steht eine ernste Botschaft: 45 Tierarten und fünf Pflanzenarten des Zoos gelten laut Roter Liste als gefährdet – von „gefährdet“ bis „in der Natur ausgestorben“. Mit 41 Tierarten beteiligt sich der Zoo Landau an koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen. Damit wird klar: Hier geht es nicht nur ums Zeigen, sondern ums Bewahren.

Rund 200.000 Besucher kommen jedes Jahr in den Zoo Landau, 85 % davon aus dem Umland. Mehr als 15.000 Menschen nutzen zudem jährlich die Angebote der Zooschule. So wird der Zoo zu einem Lernort, an dem Wissen wächst und Verständnis für die Zerbrechlichkeit der Natur entsteht. Gleichzeitig profitieren Handel und Gastronomie in der Region. Der Zoo Landau ist ein Ort, an dem aus einem Besuch Verantwortung werden kann – und aus Staunen vielleicht der Antrieb, die Welt der Tiere besser zu schützen. 

Text: Juliane Maisenhälder